Wie entwickelt man, möglichst effizient, gute Software für Millionen Nutzer? Darüber gibt uns Nikodem Jaworski Einblicke. Er arbeitet bei Kaufland e-commerce als Head of Product Engineering im Bereich Explore & Discover. Nikodem erklärt uns, wie Kaufland e-commerce durch eine offene und intensive Diskussionskultur versucht, die bestmöglichen Entscheidungen für ihre Produkte zu finden. Außerdem spricht er über die Herausforderungen, die KI und wachsende Systemlandschaften an moderne Entwicklungsteams stellen und teilt seine Erfahrungen mit der PCDITE, an der er sowohl als Entwickler wie auch als Unternehmensvertreter teilnahm.
Wer bist du und welche Aufgaben hast du bei Kaufland e-commerce?
Ich bin Nikodem Jaworski, Head of Product Engineering im Bereich Explore & Discover bei Kaufland e-commerce. Ich verantworte mehrere Entwicklungsteams, die an zentralen Teilen der Customer Journey arbeiten – insbesondere Suchergebnisse, Produktdetailseiten und Discovery-Features.
Mein Job ist es dabei nicht Code zu schreiben. Ich schaffe die Voraussetzungen dafür, dass gute Teams schnell und nachhaltig liefern können: klare Ziele, saubere Architektur und möglichst wenig unnötige Komplexität.
Was schätzt du am meisten an Kaufland e-commerce als Arbeitgeber?
Die Kombination aus echter Skalierung und echtem Gestaltungsspielraum.
Viele Unternehmen haben entweder spannende Probleme oder Entscheidungsfreiheit – selten beides. Bei uns kann man an Systemen arbeiten, die Millionen Nutzer betreffen, und gleichzeitig Dinge wirklich verändern, wenn die Argumente stimmen.
Was ich schätze: Entscheidungen sind nicht rein hierarchisch. Substanz schlägt Titel.
Auf was für eine Firmenkultur können sich neue Kollegen bei euch einstellen?
Unsere Firmenkultur lässt sich mit drei Worten zusammenfassen: direkt, fordernd und pragmatisch.
Wir diskutieren viel und auch hart in der Sache. Das Ziel ist aber nicht, recht zu behalten, sondern bessere Entscheidungen zu treffen. Am Ende gilt: entscheiden, umsetzen, lernen, was einem unserer Principles entspricht: „Disagree and Commit”
Man muss Verantwortung übernehmen wollen. Wer nur Tickets abarbeiten möchte, wird sich schwer tun. Wer gestalten will, bekommt sehr viel Raum.
Wo siehst du in Zukunft die größten Herausforderungen für eurer Unternehmen und insbesondere eure (Entwicklungs-)Abteilung?
Die größte Herausforderung ist nicht Technologie – sondern Fokus und Vereinfachung.
Über die Jahre entsteht in jedem größeren System unnötige Komplexität: zu viele Features, zu viele Experimente, zu viele Abhängigkeiten. Die eigentliche Disziplin ist es, Dinge bewusst wegzulassen und Systeme wieder einfacher und schneller zu machen.
Parallel verändert AI die Art, wie wir entwickeln. Die Erwartung an Produktivität steigt massiv. Die Herausforderung wird sein, diese Geschwindigkeit zu nutzen, ohne bei Qualität und Nachhaltigkeit Abstriche zu machen.
In welcher Funktion hast du Erfahrungen mit der PCDITE gemacht?
Ich kenne die PCDITE aus beiden Perspektiven – und genau das macht sie für mich glaubwürdig.
Als Entwickler habe ich darüber damals den Vorgänger von Kaufland e-commerce, die real.digital, kennengelernt.
Später habe ich selbst für Kaufland e-commerce in Düsseldorf und Köln gepitcht und das Format aus Unternehmenssicht erlebt – inklusive eines erfolgreichen Hires. Und das ist am Ende entscheidend: Es ist kein reines Recruiting-Event, sondern liefert echte Ergebnisse.
Was hat dir an der PCDITE besonders gefallen?
Der Fokus auf echte Gespräche statt auf formale Prozesse. Du kommst sehr schnell zu den relevanten Themen: Wie arbeitet das Team? Welche Probleme werden gelöst? Passt das fachlich und menschlich? Das spart beiden Seiten Zeit und führt zu deutlich besseren Entscheidungen.
Würdest du deinem besten Freund eine Teilnahme an der PCDITE als Dev empfehlen?
Ja – aber nur, wenn er bereit ist, sich wirklich zu zeigen.
Klassische Bewerbungsprozesse sind oft ineffizient: viel Screening, wenig Substanz, echte Gespräche kommen zu spät. Die PCDITE dreht das um. Du sprichst direkt mit den richtigen Leuten und bekommst schnell ein Gefühl dafür, ob es passt.
Wer sich hinter seinem Lebenslauf verstecken will, ist dort falsch. Wer aktiv verstehen will, wie Teams arbeiten und wo er wirklich reinpasst, bekommt hier deutlich mehr Signale als in klassischen Prozessen.
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